CSU will zügig mehr finanzierbaren Wohnraum

„Die Schaffung von finanzierbarem Wohnraum ist uns als CSU ein zentrales Anliegen!“

Mit dieser Aussage fasste der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Dr. Helmut Müller, die jüngsten Diskussionen in der CSU-Stadtratsfraktion zusammen. Angesichts der Tatsache, dass die Stadt derzeit um rund 1.000 Einwohner pro Jahr wachse, hinke die Schaffung von finanzierbarem Wohnraum der Nachfrage hinterher. „Es ist daher unser Ziel, die Schaffung von Wohnraum eher zu erleichtern als diese zu behindern.“

Neue Wohngebiete, schnellere Bauanträge

Als erfreulich bezeichnete es der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion daher, dass im Stadtrat die personellen Ressourcen im Baureferat – auch auf Initiative der CSU-Fraktion – hätten gestärkt werden können. „Wenn wir dafür sorgen, dass rasch neuer Wohnraum entsteht, dann liegt ein entscheidender Schlüssel in der Frage, wie lange die Bauverwaltung braucht, um die Anträge zu bearbeiten“, führte Stadträtin Anne Rudel aus. Die Stadträtin, die zugleich Vorsitzende des Einzelhandelverbands ist, begrüßte es daher, dass die Stadtverwaltung die Realisierung von weiteren Wohnmodellen voranbringe. So seien solche entweder in Umsetzung oder in der Planung auf dem Megalithgelände in Gaustadt, in Wildensorg oder auf den Spiegelfeldern im Bamberger Osten. Es sei ferner erfreulich, dass auf der ehemaligen Lagarde-Kaserne ein neuer Stadtteil entstehe, für den sich die CSU neben einer Kindertageseinrichtung auch ein Stadtteilzentrum im so genannten 
Kulturquartier wünsche. Richtig eingesetzt, könne darüber hinaus die Zweckentfremdungssatzung der Stadt ein Instrument sein, die großflächige Umwandlung von Mietwohnungen in Ferienwohnungen zu begrenzen – auch wenn im Einzelfall immer Ausnahmemöglichkeiten für die Grundbesitzenden gegeben sein müssten.

Rechtzeitige Planung für das Konversionsgelände

Vor allem aber setzt die CSU nach den Worten ihres Sprechers im Konversionssenat, Peter Neller, auf die Auflösung der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken der Regierung von Oberfranken entlang der Pödeldorfer Straße. Auf dem Areal der maximal bis zum Jahr 2025 festgeschriebenen Einrichtung könnten neuer Wohnraum und Einrichtungen für den Gemeinbedarf, wie zum Beispiel eine Kindertageseinrichtung, entstehen – beispielsweise auf dem so genannten Lindenanger. „Es ist deshalb erforderlich, dass wir hier rechtzeitig die Planungen für das neue Stadtgebiet anstellen, damit wir handlungsfähig sind, wenn der Freistaat Bayern seine vertraglichen Verpflichtungen eingeht und seine Einrichtung in Bamberg auflöst, damit auch der Bund das Gelände freigibt“, sagte Neller. Der Stadtrat aus der Gartenstadt führte aus, dass man mit der Umwandlung der ehemaligen US-Siedlung „Am Föhrenhain“ durch die Stadtbau GmbH gute Erfahrungen gemacht habe. „Die Konversion des ehemaligen US-Standortes bleibt deshalb eine Chance und Aufgabe für unsere Stadt“, so Neller.

von Redaktion