CSU wünscht sich ein Sportentwicklungskonzept für den Bamberger Süden

Die CSU wünscht sich ein Sportentwicklungskonzept für den Bamberger Süden. Dies betonte der Moderator des jährlich stattfindenden CSU-Sportforums, der CSU-Stadtratskandidat Wolfgang Reichmann, nun in einer Erklärung gegenüber den Medien.

In diesem Jahr hatte die größte politische Kraft in Bamberg in das Vereinsheim der TSG 05 Bamberg am Jahnwehr geladen, um gerade Fragestellungen aus den Vereinen im Süden Bambergs heraus zu diskutieren. Erfreulich viele Vereinsvertreterinnen und Vertreter fanden den Weg zu der Veranstaltung. Dabei wurde deutlich, dass sich die Vereine aus dem Bamberger Süden eine Entwicklungsperspektive für sich und ihre Sportanlagen wünschen. „Als CSU werden wir diese Vorschläge aufgreifen und in die politische Diskussion einbringen“, sagte Reichmann in Übereinstimmung mit den CSU-Stadtratskandidaten Gerd Schimmer und Markus Habermeyer.

Bei einem Sportentwicklungskonzept für den Bamberger Süden geht es einmal um die Frage, wie die Jugendarbeit in den Vereinen BSC und FC Sportfreunde, vielleicht in Zusammenarbeit mit der TSG 05, wieder aufgebaut werden könne. Dazu solle auch die sportliche Infrastruktur entlang der Schleuse, beispielsweise durch ein neues viertes Fußballfeld, für das im Flächennutzungsplan bereits eine Fläche im Anschluss an das Spielfeld des FC Sportfreunde vorgesehen sei, gestärkt werden. Zum Anderen wünschen sich die Vereine aber auch eine Beleuchtung der Zugänge zu ihren Sportanlagen sowie eine Busanbindung. Diese Forderungen erhoben sowohl der Vorsitzende des Schwimmvereins, Klaus Lachmann, als auch der Vorsitzende der gastgebenden TSG 05, Harald Kobold. Beide argumentierten sowohl mit Kinder und Jugendlichen, die in der dunklen Jahreszeit unbeleuchtet zu den Sportanlagen laufen oder mit dem Fahrrad fahren müssten, als auch den Seniorinnen und Senioren, für die eine regelmäßige Busanbindung von entscheidender Bedeutung sei, um überhaupt zu den Gymnastikhallen und Außenanlagen zu gelangen. Eine Chance für eine solche Busanbindung könnte sich nach Ansicht der Anwesenden dann ergeben, wenn im Stadtteil Gereuth der geplante S-Bahn-Halt Bamberg-Süd entsteht. Von dem aus könnte eine neue direkte Verbindungslinie über Bughof und Bug zum Klinikum führen und dabei sowohl die Vereine entlang der Schleuse als auch die beiden Schwimmsportvereine in Bughof an den Öffentlichen Personennahverkehr anbinden. „Der Neubau der Buger Brücke könnte auf diese Weise zu einem Schub für den gesamten Vereinssport im Süden Bambergs führen“, erklärte Reichmann, der zugleich Vorsitzender des Stadtverbands für Sport ist.

Der CSU-Oberbürgermeisterkandidat, Christian Lange, sagte zu, sich als Oberbürgermeister mittelfristig für ein solches Zielkonzept einzusetzen. Entscheidend hierfür sei jedoch, dass der Bamberger Stadtrat in den kommenden Jahren die erforderlichen Haushaltsmittel bereitstelle. „Aber wenn wir nicht anfangen, konkrete Vorschläge zu erarbeiten, dürfen wir uns auch nicht wundern, wenn wir nicht vorankommen“, sagte Lange. Die CSU werde, so Lange, in der neuen Stadtratsperiode ein solches Konzept für den Bamberger Süden auf die politische Agenda setzen.

 

Einen weiteren wichtigen Punkt der Diskussion nahm das Fuchs-Park-Stadion im Bamberger Osten ein. So legte der Bamberger Sportreferent, Bürgermeister Christian Lange, dar, dass nach derzeitigem Erkenntnisstand das Tribünengebäude wegen Schimmelbefalls habe gesperrt werden müssen. Dieser rühre wahrscheinlich daher her, dass die Grundierung des Gebäudes nicht so ausgeführt worden sei, wie dies erforderlich sei, um ein Eindringen von Grundwasser zu verhindern. Daher müsse das Gebäude wahrscheinlich entkernt und innerlich neu aufgebaut werden. Hierüber sei der Sportsenat des Bamberger Stadtrats in seiner letzten Sitzung ausführlich informiert worden. Nach heutigem Planungsstand sei zu erwarten, dass der Stadtrat im nächsten Jahr die erforderlichen Vergaben und Ausschreibungen auf den Weg bringen könne, so dass mit den eigentlichen Sanierungsarbeiten im Frühjahr 2021 begonnen werden könne. Diese, so Lange, sollten möglichst so ausgeführt werden, dass die Tartanbahn vorerst nicht berührt werde, da diese für die Leichtathleten sowie den Schulsport sehr wichtig sei. Das Rasenspielfeld sowie die Laufbahn sollten hingegen erst nach dem Abschluss der Arbeiten an der Haupttribüne, also voraussichtlich in den Jahren 2023 und/oder 2024 durchgeführt werden. „Diese Zeiten kommunizieren wir gerade mit allen betroffenen Vereinen, der Namenspatin sowie dem Koordinator für den Schulsport, Gerd Schimmer. Denn ich möchte die Auswirkungen der erforderlichen Sanierungsarbeiten auf den Schul- und Vereinssport möglichst gering halten“, sagte Lange. Der Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, Wolfgang Reichmann, begrüßte diese Informationsoffensive der Stadt. Es sei wichtig, dass die Arbeiten mit den Vereinen und dem Schulsport abgesprochen würden, damit alle in die gleiche Richtung ziehen.“

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von Redaktion