Die Volleyball Bundesliga in Bamberg

Bamberg hat ab Oktober weiteren Spitzensport im Portfolio. Die Heitec Volleys aus Eltmann, Meister der zweiten Bundesliga Süd und Aufsteiger in die erste Liga, werden ihre Heimspiele in der Weltkulturerbestadt austragen – Aufschlag, Block und Pritschen heißt es dann in der Brose Arena an der Forchheimer Straße.

Für Bambergs Bürgermeister und CSU OB-Kandidat Christian Lange eine tolle Sache: „Bundesligavolleyball passt genau zur Sportstadt Bamberg. Daher freue ich mich, dass die Verantwortlichen der Volleys und das Hallenmanagement der Brose Arena einig geworden sind, die Termine wurden ja fest fixiert“. Dass seine Stadt samt Umkreis am Volleyball interessiert ist, davon ist Lange überzeugt: „Volleyball ist eine der meistgespieltesten Ballsportarten. Daher glaube ich, sich die Volleys auf gute Zuschauerzahlen freuen können.“ Bereits in der vergangenen Saison hatten die Unterfranken im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens das Heimspiel gegen TV DJK Hammelburg in der Brose Arena ausgetragen und mit gut 2.000 Zuschauern einen neuen Zweitligarekord aufgestellt. 

Keine Hilfe der Stadt Eltmann - „Zwei Anträge auf Unterstützung wurden abgewiesen“

Auch wenn es für Bamberg gut ist, mit Bundesligavolleyball weiteren nationalen Spitzensport in der Stadt zu haben, für die Anhänger aus dem 20 Kilometer entfernten Eltmann ist es wohl ärgerlich, müssen sie doch ihre Heimstätte aufgeben. Ausschlaggebend für den Umzug nach Bamberg ist, so lässt es mit Rolf Werner der Macher der der Heitec Volleys wissen, das mangelnde Interesse der Stadt Eltmann am Erhalt des Standortes: „Es tut mir leid, wenn ich das in aller Deutlichkeit sagen muss. Aber die Stadt Eltmann hat offensichtlich kein Interesse an Volleyball auf höchstem deutschem Niveau. Wir informierten Bürgermeister Michael Ziegler frühzeitig, dass unser bisheriger Spielort, die Georg-Schäfer-Halle, nicht mehr den Anforderungen der Volleyball Bundesliga entspricht. Es fehlen unter anderem mobile Tribünen für etwa 600 Zuschauer und ein zeitgemäßer VIP-Raum. Doch es passierte nichts. Zwei Anträge auf Unterstützung wurden abgewiesen. Darüber sind wir ziemlich enttäuscht.“  
Die Stadt Eltmann bestätigt, dass nichts passiert sei, das hatte jedoch, so die Kommune, seine Gründe: „Die Georg-Schäfer-Halle ist eine Schulsporthalle, die in solch einer kurzen Zeit von knapp vier Wochen und während des Schulbetriebs nicht in diesem Ausmaß hätte umgebaut bzw. bundesligatauglich gemacht werden konnte. Die Verantwortlichen des VC Eltmann wurden hierüber jedoch rechtzeitig informiert.“ Wie dem auch sei: Die Sportfans in und um Bamberg können sich auf Bundesliga Volleyball freuen. Mit dem Slogan „Eltmann – Hier beginnt der Süden“ möchten Rolf Werner und dessen Mitstreiter viele Zuschauer in die Brose Arena locken, die großen Klubs wie Berlin oder Friedrichshafen ärgern und eine gute Figur in der ersten Liga abgeben. Die Heimspieltermine in diesem Jahr: 16. Oktober gegen United Volleys Frankfurt, 27. Oktober gegen Helios Grizzlys Gießen, 13. November gegen TV Rottenburg, 24. November gegen Berlin Volleys, 21. Dezember gegen Volleyball Bisons Bühl.  
Mehr über die Bundesligavolleyballer aus Eltmann gibt es online unter www.heitec-volleys.de.  

 

von Redaktion