Politischer Aschermittwoch der CSU

Es war ein Experiment, das die Bamberger CSU bei ihrem diesjährigen Politischen Aschermittwoch gewagt hat, indem sie von der angestammten Brauerei Keesmann in der Wunderburg in den Hegelsaal der Städtischen Konzert- und Kongresshalle umgezogen ist. Doch das Experiment ist gelungen, war das einhellige Fazit der zahlreichen Besucherinnen und Besucher.

Rund 400 Bambergerinnen und Bamberger waren zu den Bamberger Christsozialen gekommen, um den kritischen Anmerkungen des bekannten Bamberger Kabarettisten und Träger des Frankenwürfels, Wolfgang Reichmann, zur Bamberger Kommunalpolitik zu lauschen; und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Denn wie in den Vorjahren, verstand es Reichmann, der diesmal selbst für den Bamberger Stadtrat kandidiert, das Publikum zu zahlreichen Lachern anzuregen - etwa wenn er ausführte, dass es sich bei den Figuren am Dom, die Touristen bewunderten, dann um Bauarbeiter handeln müsse, wenn sich diese um 12 Uhr zur Brotzeit bewegten. Die zahlreichen OB-Kandidaten bezeichnete Reichmann dabei - wie im Lied - als die „12 kleinen Negerlein“, aus denen inzwischen nurmehr 10 geworden seien. Seinem „eigenen OB-Kandidaten“, dem CSU-Bewerber Christian Lange, überreichte er eine leere CD-Hülle mit dem Hinweis, diese beinhalte die Höhepunkte seines Lieblingsvereins 1. FC Nürnberg in der laufenden Saison. Organisatorin Anne Rudel zog daher ein sehr positives Fazit der gelungenen Veranstaltung. Gerhard Seitz überreichte als Dankeschön zwei Flaschen „echten Pathologenwein“, und Reichmann kündigte an, er freue sich bereits auf die 6. Auflage des Politischen Aschermittwochs der CSU im Februar 2021, dann „ohne die Aufgeregtheiten der Kommunalwahl“, die bei manchen die Nerven blank liegen ließen.